Wo wohnt eigentlich der Weihnachtsmann?


Der Weihnachtsmann wohnt im finnischen Lappland am Berg Korvatunturi, ganz oben im Norden der Welt am Polarkreis. Dort gibt es viel Eis und Schnee, Nordlichter und Rentiere. Auch Rudolf, das Rentier mit der roten Nase ist dort zuhause.


Der Weihnachtsmann und Rudolf

Am Polarkreis ist es im Winter sehr dunkel, nur wenige Stunden am Tag scheint die Sonne. Am 21. Dezember - Mittwinternacht - geht die Sonne überhaupt nicht auf. Dafür sind die Sommertage lang, die Sonne geht nur für wenige Stunden unter. Am 21. Juni - Mittsommernacht - wird es gar nicht dunkel, die "Mitternachtssonne" scheint die ganze Nacht hindurch. Der Polarkreis wird auch Arktischer Zirkel genannt, er ist geographisch betrachtet gar kein festes Gebiet, im Jahr bewegt er sich ungefähr 100 Meter. Ob das wohl wackelt?

In Lappland gibt es zu Weihnachten immer Schnee. Die Meteorologen, so nennt man die Wetterforscher, können berichten, dass das wenigstens im ganzen letzten Jahrhundert zu jedem Weihnachtsfest so war. Deswegen wohnt wohl auch der Weihnachtsmann dort. Im Dorf am Korvatunturi gibt es sogar ein Weihnachts-Postamt. Hier kommen die Wunschzettel von Kindern aus der ganzen Welt an. Sie werden mit dem Postflugzeug gebracht. Die Briefe liest der Weihnachtsmann an langen Abenden vor dem Kamin zusammen mit seinen Helfern. Alle Wünsche werden in dicke Bücher geschrieben. Bald fängt der Weihnachtsmann an, die Geschenke zu machen… Da hat er ganz schön viel zu tun.

Die Wichtel helfen beim Einpacken und die Weihnachtsfrau passt auf, dass alle Geschenke mit den richtigen Namen versehen werden. Ausserdem kocht sie grosse Töpfe voll Reispudding mit süsser Soße für alle, weil die Arbeit ja hungrig macht. Die Vögel bekommen auch etwas: Körner in Fettbälle verpackt, denn draussen ist es bitterkalt. Dafür ist es drinnen im Haus vom Weihnachtsmann schön warm und gemütlich, am Abend sitzen alle bei einem Glas Beerenpunsch vor dem Kamin.

In Finnland nennt man den Weihnachtsmann "Joulupukki", in England "Father Christmas", in Amerika "Santa Claus" und in Holland "Sinterklaas". Der erste Weihnachtsmann war der Heilige Nicolas von Myra. Aber egal wie man ihn auch nennt auf der Welt, er hat einen weissen Bart, einen roten Mantel, eine dicke rote Mütze, schwere Stiefel und trägt einen Sack, in dem er Geschenke für die Kinder hat. Die bringt er auf seinem Schlitten in die Dörfer und Städte. Und der Schlitten wird von seinen Rentieren gezogen.

Ach ja, die Rentiere: In Lappland gibt es ungefähr zweihundertzehntausend davon, aber nur einhundertfünfundneunzigtausend Menschen. Wenn Du da wohnst, hast Du bestimmt Dein eigenes Rentier.


Rentier im Sommer

Die Rentiere vom Weihnachtsmann sind ganz besondere Rentiere: Sie müssen schneller und stärker sein als ihre Artgenossen, damit sie es auch schaffen, am Weihnachtsabend alle Kinder auf der ganzen Welt mit dem grossen Schlitten zu erreichen. Um herauszufinden, welche Tiere schnell genug sind, wird jedes Jahr ein grosses Rentier-Wettrennen hinter dem Haus vom Weihnachtsmann veranstaltet. Die Sieger dürfen dann den Schlitten ziehen. Wenn Du gut aufpasst, kannst Du sie sogar sehen… eines davon ist Rudolf. Du kannst ihn an der roten Nase erkennen - aber das weisst Du ja.


Rentiere im Winter

Die Rentiere werden von den Rentier-Wichteln gehütet und versorgt. Im Sommer weiden die Rentiere auf den grossen Wiesen. Dann haben die Wichtel Ferien und können nach Herzenslust spielen. Im Weihnachtsmann-Land leben viele Wichtel-Familien.

Der Weihnachtsmann hat einen grossen Zauberwald, der viele Geheimnisse in sich birgt. Der Wald beginnt direkt hinterm Haus, er ist ganz verschneit und manchmal kann man dort einen Elf sehen. Die Elfen sind die Helfer vom Weihnachtsmann und grösser und stärker als die Wichtel. Sie müssen einen Test bestehen, bevor sie dem Weihnachtsmann bei seinen Vorbereitungen für's Weihnachtsfest helfen dürfen. Dieser Test ist ziemlich abendteuerlich: Einmal waren Elf Elmo und Elf Rufus im Winter-Zauberwald. Sie hatten grosse Schneeschuhe an, eine kleine Flasche mit heissem Rum-Tee, ein paar Schokoladenkekse und eine Karte, auf der der Weg eingezeichnet war, den sie finden mussten. Am Ende ihres Abenteuers sollten sie den grössten Eiskristall in ganz Lappland finden. Er sollte mindestens so gross sein wie eine Apfelsine und war für die Schneeprinzessin bestimmt, die im Eisschloss wohnt. Sie hat keinen anderen Wunsch, als diesen Kristall zu besitzen… Ob die beiden ihn wohl gefunden haben?

Der Elf Rolf ist der Koch vom Weihnachtsmann. Vor Weihnachten hat er immer besonders viel zu tun. Wenn alle Kinder ihre Geschenke haben, feiert der Weihnachtsmann auch Weihnachten. Was glaubt Ihr wohl, was der Weihnachtsmann am liebsten isst? Also zuerst gibt es einen Lachs-Salat, danach einen Rosolli-Salat aus Roter Beete, Morhrüben, Kartoffeln, Zwiebeln, Äpfeln und Gurken. Als nächstes Wildschweinbraten mit Kartoffeln und in Honig geröstete Karotten. Als Nachtisch serviert Rolf einen Reispudding mit Schokoladensosse. Dazu gibt es einen richtig leckeren Beerensaft und danach ein Glas Eiswein. Ob der Weihnachtsmann davon satt wird?

Viele Gäste kommen zum Festessen, auch der Elf von Turku. Er lebt seit mehr als 800 Jahren in seiner grossen Burg und ist seit langer Zeit ein guter Freund vom Weihnachtsmann. Zum Weihnachtsfest bringt er immer seinen zahmen Bären mit, er heisst Bruno und wohnt auch in der Burg. Die meisten Bären in Lappland halten um die Weihnachtszeit bis in den Frühling hinein ihren Winterschlaf. Kannst Du Dir vorstellen, Weihnachten einfach so zu verschlafen?


Nordlichter - auch Polarlichter genannt - beleuchten die trübe Zeit des Jahres im Weihnachtsmann-Land, wenn im Winter kaum die Sonne scheint. Wie der Name schon sagt, sind diese Lichter meist nur im hohen Norden am Himmel zu sehen - wie bunte Lichtstreifen und leuchtende Figuren, so erscheinen uns diese farbenprächtigen Lichtspiele.

Was sind überhaupt Nordlichter?
Wissenschaftler erklären das so: Nordlichter entstehen, wenn Sonnenwind auf die obere Erdatmosphäre prallt und mit dem Magnetfeld der Erde reagiert…. Alles klar? Es macht ganz einfach Spass, nach Nordlichtern Ausschau zu halten. Das finnische Wort für Nordlicht heisst "revontulet" und bedeutet "Fuchsfeuer", das hat ja eigentlich nicht viel mit Nordlicht zu tun, oder doch?

Die Ureinwohner Lapplands, die Sámi genannt wurden, glaubten nämlich, dass die Nordlichter durch den sagenumwobenen Zauber-Fuchs verursacht werden. Wenn er mit seinem buschigen Schwanz durch den Schnee fegt, werden tausende und abertausende kleiner Schneekristalle aufgewirbelt, sie fliegen hoch in die Luft und glitzern in tausend Farben…


So, jetzt könnt Ihr Euch eine Vorstellung davon machen, wo der Weihnachtmann wohnt und wie er lebt. Wollt Ihr noch mehr wissen?

Silvia Skolik, 2001


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