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Auf dem Markt
Eine Frau hatte einen Traum. In diesem Traum besuchte sie einen Markt. Dort inmitten all der Stände traf sie an einem von ihnen Gott. "Was verkaufst du hier?" fragte die Frau Gott. Gott antwortete: "Alles, was das Herz begehrt." Das konnte die Frau kaum glauben. Sie überlegte eine Weile und beschloss dann, das Beste zu verlangen, was sich ein Mensch nur wünschen konnte. "Ich möchte Frieden für meine Seele und Liebe und Glück. Und weise möchte ich sein und nie mehr Angst haben." sagte die Frau zu Gott. "Und das nicht nur für mich allein, sondern für alle Menschen." Gott lächelte. "Ich glaube, du hast mich missverstanden. Ich verkaufe hier keine Früchte, sondern die Samen."
aus: "Gib deiner Seele Zeit" von Anthony de Mello (leicht geändert)
Das Lied der Hoffnung
geschrieben und gesungen von einer Mutter für ihren viel zu früh geborenen Sohn, damit er im Brutkasten die vertraute Stimme hören konnte:
"Calimero"
(zum Anhören ist ein Media-Programm notwendig, z.B. MediaPlayer, Winamp oder RealPlayer)
Die Geschichte zu diesem Lied finden Sie bei Kinderwunschhilfe.de
Es war einmal ein Suchender.
Er suchte nach einer Lösung für sein Problem, konnte sie aber nicht finden. Er suchte immer heftiger, immer verbissener, immer schneller und fand sie doch nirgends.
Die Lösung ihrerseits war inzwischen schon ganz außer Atem. Es gelang ihr einfach nicht, den Suchenden einzuholen, bei dem Tempo, mit dem er hin- und herraste, ohne auch nur einmal zu verschnaufen oder sich umzusehen.
Eines Tages brach der Suchende mutlos zusammen, setzte sich auf einen Stein, legte den Kopf in die Hände und wollte sich eine Weile ausruhen.
Die Lösung, die schon gar nicht mehr daran geglaubt hatte, dass der Suchende einmal anhalten würde, stolperte mit voller Wucht über ihn! Und er fing auf, was da so plötzlich über ihn hereinbrach und entdeckte erstaunt, dass er seine Lösung in Händen hielt.
AutorIn unbekannt
Quelle:
Mütter besonderer Kinder
http://muetter.besondere-kinder.de
Meergeburt im Indischen Ozean Ein Vater berichtet
FREUDE
oder Wichtig und unwichtig…
Die Hebamme legte dem frisch gebackenen Vater sein Neugeborenes in die Arme. Er drückte es sanft an sich, vergoß ein paar Freudentränen, küßte es und gab es der Hebamme zurück. Dann ging er zu seiner Frau, drückte sie innig an sich, vergoß ein paar Freudentränen, küßte sie und legte sie sanft in ihre Kissen zurück.
Zuhause überfielen ihn seine Verwandten. Was es denn sei, wollten sie wissen, ein Junge oder ein Mädchen. Der frisch gebackene Vater kratzte sich am Kopf, zupfte an seinem Ohr und antwortete: "Habe vergessen zu fragen, so habe ich mich gefreut."
Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
daß in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?"
Da antwortete er: "Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen."
Margaret Fishback Powers
© 1964 Margaret Fishback Powers
© der deutschen Übersetzung 1996 Brunnen Verlag Gießen
Rückschau
Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte,
im nächsten Leben würde ich versuchen mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht mehr perfekt sein wollen,
ich würde mich mehr entspannen.
Ich wäre ein bisschen verrückter als ich gewesen bin,
ich würde weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben.
Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten, mehr bergsteigen,
mehr in Flüssen schwimmen.
Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten,
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte, würde ich versuchen,
nur mehr gute Augenblicke zu haben.
Falls du es noch nicht weißt, aus diesen besteht nämlich das Leben,
nur aus Augenblicken, vergiss nicht den jetzigen.
Wenn ich noch einmal leben könnte, würde ich von Frühlingsbeginn an
bis in den Spätherbst barfuss gehen.
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.
Aber sehen Sie....ich bin 85 Jahre alt und weiß,
dass ich bald sterben werde.
Jorge Luis Borges

Hürdenlauf zum Kinderwunsch
Der Hürdenlauf nimmt seinen Lauf -
Unaufhörlich springst Du -
Von Hürde zu Hürde - über Hürde und Hürde -
Und je mehr Du überspringst,
Desto mehr siehst Du Dich bereits im Ziel,
Doch die letzte Hürde fällt und reißt Dich zu Boden.
Eigentlich…… - denkst Du -
Hatte ich sie doch gar nicht berührt.
Du beginnst zu glauben, ein schlechter -
Hürdenspringer zu sein.
Vielleicht werde ich es nie schaffen und -
Strauchle schon bei der ersten oder zweiten.
Doch Dein Wunsch ist zu groß -
Du willst das Springen gewinnen -
Die letzte Hürde auch noch bezwingen -
Deshalb stellst Du Dich wieder an den Start.
von Angelika Kempf

KinderWunschKunst
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