BSE - Rinderwahn


[…]Wie sicher ist Babynahrung?

"Nach Angaben der Hersteller in Deutschland wurden für die Herstellung von Babynahrung auch in der Vergangenheit keine Risikomaterialien verwendet. Fleisch soll von besonders ausgewählten Tieren mit bekannter Herkunft stammen." […]

Quelle:
Das Bundesministerium für Gesundheit
Januar 2001

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Aus aktuellem Anlass haben wir eine Linksammlung zum Thema
BSE - Rinderwahn zusammengestellt.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) konnte unsere Anfrage nach der Sicherheit von handelsüblicher Säuglings- und Kindernahrung nicht zufriedenstellend beantworten, man hat uns lediglich diesen sicherlich politisch korrekten Informationsbrief übermittelt, der uns in schieres Entzücken versetzt hat und im Übrigen sowieso auf der Wesite zu lesen ist.

Erstaunt hat uns dabei, dass zum Thema Babynahrung lediglich ein 2 ½ - Zeiler als Antwort genügte, während die Frage nach Hunde- und Katzenfutter mit 5 Zeilen beantwortet wurde…

Rindermaterial wird u.a. auch zur Herstellung von Arzneimitteln (und Impfstoffen!) sowie als chirurgisches Nahtmaterial verwendet. Inzwischen sind auch Schafe und Schweine in Verdacht geraten, zumindest kann das "Restrisiko" z.Zt. wissenschaftlich nicht abgeschätzt werden.
Danke für klar verständliche Aussagen.

Die Zahl der registrierten BSE Fälle steigt und das Auftreten ist bundesweit gestreut. Jeden Tag gerät ein anderes Lebensmittel in Verdacht oder eine andere Brüh-Tee-Lieblings-Wurstsorte wird vom Markt genommen. Tests bei Kühen werden oder wurden nicht immer und nicht überall ordnungsgemäß durchgeführt, ob sie tatsächlich Sicherheit gewährleisten, weiss keiner so ganz genau. McBurger ist schon lange mega-out, Schafskopfsülze und Schweinehaxe sind auch nicht mehr so lecker, seit deren Fleisch in Verdacht geraten ist und und und…

Aber das Beste überhaupt:
Jetzt soll auch die Milch nicht mehr sicher sein.
Das berichtet die dpa unter Berufung auf die "Sunday Times" am 15.1.2001.
Danach will die britische Behörde für Lebensmittelsicherheit untersuchen, ob Rinderwahnsinn (BSE) auch durch Milch übertragen werden kann. Untersuchungen von 1995 seien möglicherweise fehlerhaft gewesen. Die damalige "Unbedenklichkeitserklärung" beruhe auf einer Untersuchung, bei der Mäusen Milch verabreicht wurde. Diese Untersuchungen seien jedoch aufgrund der Artenbarriere wenig ausagekräftig.
Der EU-Kommissar für Verbraucherschutz, David Byrne, habe in einem vertraulichen Brief an das Gesundheits- und an das Landwirtschaftsministerium in Berlin in diesem Zusammenhang sogar vor epidemischen Ausmaßen gewarnt. (siehe BSE durch Milch?)

Offizielle Stellen haben bisher auch nicht zur Klärung beitragen können. Verlässliche Aussagen können solange nicht gemacht werden, bis weitere wissenschaftliche Untersuchungen die Unbedenklichkeit der Milch entweder bestätigen oder widerlegen.

Solange wir keine klaren wissenschaftliche Ergebnisse haben, ist jedenfalls eines sicher:
Wir können unseren Kindern auch nicht mehr ruhigen Gewissens Milch und Milchprodukte geben.
Und wir selber sollten natürlich auch drauf verzichten.

Zur Sicherheit von Milch macht das BML in seinen Informationen für Verbraucher folgende Aussage:

[…] Fragen und Antworten zu BSE
Stand: 20.Januar 2001

Besteht bei Milch und Milchprodukten eine Infektionsgefahr?

Milch kann nach Auffassung internationaler Experten mit grosser Wahrscheinlichkeit als Risikofaktor ausgeschlossen werden.
Der Verzehr von Milch und daraus hergestellten Erzeugnissen ist daher nach wissenschaftlichem Erkenntnisstand unbedenklich.
Käse und teilweise Frischkäse werden unter Verwendung von Wiederkäuermagenlab hergestellt. Dieser technologische Hilfsstoff wird aus den Mägen von Kälbern oder Rindern gewonnen. Mägen gehören nicht zum Risikomaterial und werden damit als sicher eingestuft. Anstelle von Wiederkäuermagenlab werden häufig mikrobiell gewonnene Labaustauschstoffe verwendet.

Quelle: Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
www.bml.de
www.bml.de/verbraucher/bse/bse-info.htm
www.bml.de/verbraucher/bse/fragenantworten.htm#2-05


Unterschiedliche Meldungen in den Medien über 'Restrisiko', die (Un)-Sicherheit von BSE-Tests, die Fragwürdigkeit wissenschaftlicher Untersuchungen, 'Seuchengefahr', (un)-sachgemäß durchgeführte (oder gar nicht durchgeführte) Untersuchungen an Rindern, Herstellungspraktiken und Kennzeichnung von Lebensmitteln, gesetzliche Regelungen und vor allem deren Umsetzung tragen nicht gerade zur Beruhigung bei. Ganz abgesehen davon, dass die Kennzeichnung von Lebensmitteln teilweise derart kompliziert ist, dass man schon beim Lesen die Lust (und den Appetit) verliert.

Auf weitere Stellungnahmen, auch die der diversen Hersteller von Säuglingsnahrung, darf man gespannt sein. Eines ist jedenfalls sicher:

Sicher ist zur Zeit gar nichts.

Aber vielleicht ist alles doch ganz einfach?

"Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Metzger oder Fleischfachverkäufer….
(für Infos bezüglich Milch, Babykost und anderer Nahrungsmittel lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie den Hersteller...)"


Nicht nur Eltern sind zu Recht besorgt und verunsichert.


Informationsquellen finden Sie hier:

Links
Politik versagt
Stimmen zu BSE
Telefon Hotlines
Information des BML
Kein BSE durch industrielle Kindernahrung
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
Was ist BSE - CJD - nvCJD?
BSE Tests
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