Keine BSE-Gefahr durch Kindernahrung?

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www.wissenschaft.de

Gesundheit
24.01.2001

Keine BSE-Gefahr durch Kindernahrung
Industriell hergestellte Kindernahrung birgt keinerlei Gefahren der BSE-Übertragung, so die Erkenntnis der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin. Das verarbeitete Fleisch stammt aus ökologischen Anbaubetrieben und kommt mit nichts in Kontakt, was nach heutiger Erkenntnis die Rinderseuche überträgt.

Wissenschaftler, Industrie- und Behördenvertreter waren in Bonn zusammengekommen, um den Herstellungsprozess der Kindernahrung unter die Lupe zu nehmen. Laut Michael J. Lentze von der Universität Bonn wollte man mit der Sitzung ein Schritt zum vorbeugenden Gesundheitsschutz unternehmen. Auch habe man festgestellt, das seitens der Verbraucher ein großer Klärungsbedarf besteht.

Laut Herstellern stammt das Rind- und Kalbsfleisch nur aus Betrieben, die die "größtmögliche Sicherheit gegen BSE-Übertragung bieten". Seit zwei bis drei Generationen werden die Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben gehalten, die den ökologischen Landbau-Kriterien folgen. Tiermehlhaltiges Futter werde nicht eingesetzt, die Milch stamme nur von Muttertieren und auch die Schlachtung der Tiere wird getrennt vom sonstigen Schlachtbetrieb durchgeführt, wobei man hier nur Muskelfleisch verwendet.

Frieder Graef

Quelle: www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=48712

Links:
Zentrum für Kinderheilkunde der Uni Bonn
www.meb.uni-bonn.de/kinder/zenkin.html

Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/fg/kindhadr.htm



Netdoktor.de
News 20.1.2001

Experten: Keine BSE-Gefahr durch industrielle Kindernahrung

Bonn (dpa) - Von industriell hergestellter fleischhaltiger Kindernahrung geht nach Einschätzung von Experten keine Gefahr einer Übertragung des BSE-Erregers aus. Bei der Herstellung würden alle derzeit verfügbaren Vorsorgemaßnahmen ergriffen, um eine höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, berichtete die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin am Freitag in Bonn. Die Kommission hatte am Donnerstag eingehende Gespräche mit dem Diätverband geführt, der Hersteller von Säuglings- und Kleinkindernahrung vertritt. Nach Angaben der Hersteller stammt das Rind- und Kalbfleisch, das für Gläschenkost für Säuglinge verarbeitet wird, von Tieren, die seit zwei bis drei Generationen in landwirtschaftlichen Betrieben nach den gesetzlichen Vorgaben für den zertifizierten ökologischen Landbau gehalten würden. Verträge und Kontrollen gewährleisteten, dass die Tiere keine Milchaustauscher und keine tiermehlhaltigen Futtermittel erhielten. Die Aufzucht erfolge nur mit der Milch der Muttertiere und Futter aus ökologischer Produktion. Die Schlachtung erfolge getrennt vom sonstigen Schlachtbetrieb. Alle Tiere würden auf BSE getestet. (ee)

Quelle: www.netdoktor.de 20.1.2001

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