Genforschung - Fortpflanzungsmedizin
Traumkind in Sicht?

Rosige Aussichten?
Im Jahr 2154 liegen zwei Alligatoren am Ufer eines Flusses.
"Früher konnten wir schwimmen."
"Ja, damals waren wir auch grün."
"Was soll's, Schluss mit dem Gequatsche, lass uns lieber losfliegen und Honig für die Mutanten sammeln........"


Das menschliche Erbgut ist zu 97% entschlüsselt. Wissenschaftler bezeichnen diesen Erfolg als ein Geschenk an die Menschheit. Es gibt Stimmen, die nachdrücklich vor Mißbrauch warnen.Tendenzen sind erkennbar, die darauf hinweisen, dass Deutschland nach den USA die wichtigste Rolle in der Genforschung innehaben wird.

Laut Presseberichten hält jeder zweite Deutsche die Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes für bedeutender als die erste Mondlandung (Repesentativumfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im August 2000). Zweifellos werden die Auswirkungen andere sein als die der Mondlandung. Aber was bedeutet das für jeden Einzelnen? Wie gehen wir damit um? Können wir überhaupt Einfluss nehmen?

Ein weiterer Meilenstein: Die Briten erlauben als erstes Land der Welt das Klonen von menschlichen Embryonen für therapeutische Zwecke. Was hat das für Auswirkungen? Welche Länder werden folgen?

In Deutschland ist das Klonen menschlicher Embryonen (noch) verboten.
Embryonenimporte aus den USA sind umstritten, aber in naher Zukunft durchaus realistisch. Das geplante Fortpflanzungsmedizingesetz soll den gesetzlichen Rahmen für die Fortpflanzungsmedizin bilden und das Embryonenschutzgesetz ablösen.

Schlagworte wie Gentechnologie, Gentherapie, Gentest, Klonen, Genanomalyse, Präimplantationsdiagnostik, Diagnose im Reagenzglas, Genetischer Defekt, Genmanipulation, Genetische Selektion, Genethik, Keimbahntherapie, Genpatente, Eizellenspende, gehören fast schon zum geläufigen Vokabular.

Bisher ungeahnte Möglichkeiten werden Schritt für Schritt realisierbar und realisiert. Finden wir das beängstigend oder sehen wir diese Entwicklung eher als Fortschritt zur Verbesserung der Lebensqualität der menschlichen Rasse? Können wir die Festlegung der Grenzen getrost den Wissenschaftlern und den Gentechik-Unternehmen überlassen?

Eines ist glasklar: Wenn wir mitreden wollen und uns nicht überrennen lassen möchten, wenn wir Einfluss nehmen wollen auf unsere Lebensqualität und die unserer Nachkommen, dann müssen wir uns mit diesen Themen beschäftigen und auseinandersetzen.

Die Forschung läuft auf Hochtouren und geht uns alle an.


Traum oder Albtraum?

 

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