WHO/UNICEF-Initiative "Stillfreundliches Krankenhaus"
zur Weltstillwoche 2002 (30.9.-6.10.2002)



Stillen ist gesund - für Kinder ebenso wie für Mütter

Hamburg/Köln, 30.9.2002 - Muttermilch ist die beste Nahrung für Säuglinge. Auch den Müttern bringt das Stillen gesundheitliche Vorteile. Darauf weist die WHO/UNICEF-Initiative "Stillfreundliches Krankenhaus" anlässlich der Weltstillwoche 2002 hin. In diesem Jahr steht die Woche unter dem Motto "Gesunde Mütter und gesunde Babys".

"Stillen ist der beste Start ins Leben und beugt Erkrankungen vor", betont Birgit Radow, Vorstandssprecherin der Krankenkasse SECURVITA BKK, die sich mit besonderem Engagement für Naturheilverfahren und Vorsorge einsetzt. "Muttermilch bietet nicht nur Schutz gegen Infektionskrankheiten, sondern auch gegen Allergien. Deshalb ist die Stillförderung für uns ein wichtiges Thema. Wir unterstützen die WHO/UNICEF-Initiative und wollen die Vorteile des Stillens bekannt machen", sagt Birgit Radow.

Die WHO/UNICEF-Initiative "Stillfreundliches Krankenhaus" will für ihr Anliegen weitere Krankenkassen mobilisieren. Die meisten Krankenkassen messen der Stillförderung in Krankenhäusern jedoch noch nicht genügend Bedeutung bei und haben in diesem Zusammenhang ihre Verantwortung noch nicht erkannt.

Gestillte Kinder sind gesünder:
Die nach der Geburt gebildete Vormilch wirkt wie eine biologische Impfung. Sie ist ein wesentlicher Infektionsschutz für das Kind. Muttermilch ist immer verfügbar, keimarm, richtig temperiert und passt sich der Entwicklung des Kindes an. Ihre besondere Zusammensetzung schützt den Säugling vor Durchfall, Erkrankungen wie Mittelohrentzündung und vor Neugeborenengelbsucht. Stillen mindert das Allergierisiko und stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind. Deshalb ist Stillen für die seelische Entwicklung des Babys wichtig. In den ersten sechs Monaten braucht das Kind keine andere Nahrung als Muttermilch.

Stillen ist auch gut für Mütter:
Die Gebärmutter bildet sich nach der Geburt schneller zurück. Dadurch werden Infektionen und andere Probleme im Wochenbett vermieden. Frauen, die ihre Kinder gestillt haben, haben beispielsweise auch ein geringeres Brustkrebsrisiko.

Stillprobleme in der Klinik sind vermeidbar:
WHO und UNICEF haben ein Zehn-Punkte-Programm entwickelt, das Müttern und Kindern den Stillbeginn erleichtert. Ein guter Start ist eine wichtige Voraussetzung für eine problemlose und entspannte Stillzeit. Wenn ein Krankenhaus dieses Programm in seiner Praxis verankert und keine Werbung für künstliche Babynahrung akzeptiert, wird es von WHO und UNICEF mit einer Plakette als "Stillfreundliches Krankenhaus" ausgezeichnet. Auch das bekannte Picasso-Motiv "Maternity" weist auf diese Auszeichnung hin. Wie wichtig der Ausbau einer kompetenten Stillförderung im Krankenhaus ist, beweist eine Studie des Bundesgesundheitsministeriums. Danach haben 40,3 % der Frauen zurzeit Stillprobleme während des Klinikaufenthaltes.


Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an den
Verein zur Unterstützung der WHO/UNICEF-Initiative
Stillfreundliches Krankenhaus (BFHI) e.V. (Gisela Meese),
Telefon: 0221 / 3409980
oder an die SECURVITA-Pressestelle (Norbert Schnorbach),
Tel. 040 / 38608024
Weitere Informationen im Internet unter www.stillfreundlich.de

zurück
© 2000-2010 Geburtskanal ™
Impressum

Aktualisiert: 12.04.2012  webmaster@geburtskanal.de
ANZEIGE