La Leche Liga Deutschland e.V.:


Stillen - das Beste für Mutter und Kind
Muttermilch - die Wissenschaft kennt nichts Besseres!

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Früher war es selbstverständlich, daß ein Baby mit Muttermilch ernährt wurde. In den letzten Jahren hat die Wissenschaft den hohen Rang der Muttermilch durch eine Reihe bedeutsamer Forschungsergebnisse erneut nachdrücklich unterstrichen. So entdeckte man erst 1981, daß die sog. Lysozyme, bestimmte Abwehrstoffe in der Muttermilch, nach sechs Monaten Stillzeit bis in das zweite Lebensjahr ständig zunehmen. Genau dies ist der Zeitraum, in dem das Kind seinen Lebensraum stärker erforscht und mit mehr Bakterien in Berührung kommt. Das zeigt, daß Stillen auch über das erste Lebensjahr hinaus sinnvoll ist. Nicht zuletzt ist es der Arbeit der La Leche Liga zu verdanken, daß Wissenschaftler, Eltern und Ärzte immer mehr über diese Themen erfahren.


Das Einfachste ist das Beste ...

Muttermilch enthält alles, was ein Neugeborenes zu seiner gesunden Entwicklung braucht. Arteigene Eiweiße, Fette, Milchzucker, sowie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind in ausgewogenem Verhältnis vorhanden, perfekt dem Verdauungssystem des Babys angepasst. Je nach Alter des Kindes ist Muttermilch unterschiedlich zusammengesetzt, entsprechend den Bedürfnissen des wachsenden Kindes. Eine Reihe wichtiger Schutzstoffe sind in der Muttermilch vorhanden, z.B. die Immunglobuline, die körpereigenen Abwehrstoffe. Besonders in der allerersten Milch, dem sog. Kolostrum, sind sie in konzentrierter Form enthalten. Diese Immunstoffe sind auf die familiäre Umgebung der Mutter abgestimmt, und die Mutter kann bei Bedarf Antikörper bilden gegen Keime, die auch ihr Kind gefährden, und diese Antikörper durch ihre Milch an das Baby weitergeben. Dadurch sind gestillte Kinder weniger gefährdet für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Atemwege und andere infektiöse Erkrankungen.
Ausschließlich Muttermilchernährung im ersten Halbjahr bedeutet einen wichtigen Schutz gegen allergische Erkrankungen.
Muttermilch ist frisch, keimfrei und richtig temperiert und braucht weder pasteurisiert, noch adaptiert, vitaminisiert, pulverisiert oder gesäuert zu werden.


... und das Schönste

Es sind nicht nur medizinische Argumente, die für das Stillen sprechen. Nicht weniger wichtig ist die Tatsache, daß Stillen geradezu eine Verkörperung von Mütterlichkeit in ihrer einmalig schönen und unersetzlichen Art ist.
Gerade weil die ersten Wochen eine Periode des gegenseitigen Kennenlernens und aneinander Gewöhnens sind, gibt es nichts Wichtigeres für junge Mütter und Väter, als die Nähe ihres Babys zu spüren, es zu streicheln, zu beruhigen, zu tragen ... ihr Kind einfach zu genießen.
Und was wäre da selbstverständlicher, als zu stillen?


Emotionelle Sicherheit - ein Grundstein der Persönlichkeit

Ein weiterer wesentlicher Gesichtspunkt sollte die Entscheidung zu Stillen erleichtern. Stillen schafft die besten Voraussetzungen für die so wichtige Bindung zwischen Mutter und Kind. Was Mütter in vielen Naturvölkern bereits seit Jahrtausenden wissen, wurde auch wissenschaftlich bestätigt: Für Kinder ist der häufige Körperkontakt die Nahrung der Seele, und Stillen ist eben vor allem auch Kontakt von Körper zu Körper. Ruhige, zufriedene Kinder in Tragesäcken oder -tüchern sieht man auch in unseren Breiten immer häufiger - getragen von Eltern, die gerne diese wunderbare Geborgenheit geben.

Was in dieser ersten Zeit an Sicherheit und Geborgenheit aufgebaut wird, bringt ein Lebensgefühl, das über die Kindheit hinaus wirken kann, bis ins Erwachsenenalter.

Quelle:
La Leche Liga Deutschland e.V.
http://www.lalecheliga.de/
2002

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Aktualisiert: 25.11.2011  webmaster@geburtskanal.de
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