Querlage – Was bedeutet das in der Schwangerschaft und für die Geburt?

Die sogenannte Querlage (QL) beschreibt die Lage des ungeborenen Kindes in der Gebärmutter: Das Kind liegt quer zur Wirbelsäule der Mutter, entweder mit dem Bauch oder dem Rücken nach unten, Kopf und Füsse sind seitlich am Bauch zu fühlen. Die Querlage wird durch die Leopold'schen Handgriffe von außen ertastet oder durch eine Ultraschalluntersuchung festgestellt. Die Querlage bei Geburtseintritt ist sehr selten und kann als eine abnorme Kindslage bezeichnet werden. Querlagen findet man überwiegend bei Frauen, die bereits mehrere Kinder geboren haben, aber auch bei Zwillingsschwangerschaften, sehr kleinen Kindern oder Frühchen. Meist liegt das Ungeborene in Schädellage oder in Beckenendlage (Steißlage), was bedeutet, dass es entweder mit dem Kopf oder mit dem Steiß nach unten in Richtung der Geburtswege liegt. Im Gegensatz zu diesen beiden häufigsten Positionen ermöglicht die Querlage keine normale vaginale Geburt, die Geburtswege sind blockiert und die Querlage wird deshalb als geburtsunmögliche Kindslage bezeichnet. Querlage bei Geburtsbeginn erfordert einen Kaiserschnitt, wenn es nicht gelingt, das Kind vorher zu drehen (Arzt, Hebamme). Nicht selten dreht sich das Baby aber vor der Geburt doch noch von selbst in eine geburtsgerechte Lage, bei der Kopf oder der Steiß nach unten in Richtung Geburtskanal zeigt.

Zuletzt aktualisiert am 08.04.2015 von Julian.

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